Zurück zu TechnikZertifikatdienste und Public Key Infrastructure
Daten werden verschluesselt — niemand kann mitlesen
Daten werden beim Transport nicht veraendert
Identitaet des Gegenueber wird ueberprueft
Digitale Signaturen beweisen den Absender
| Eigenschaft | Oeffentliche CA (DigiCert, Let's Encrypt) | Interne CA (AD CS) |
|---|---|---|
| Kosten | Pro Zertifikat (oder kostenlos) | Nur Infrastrukturkosten |
| Vertrauen | Automatisch von allen Browsern | Nur innerhalb der eigenen Domain |
| Kontrolle | Begrenzt | Volle Kontrolle ueber Templates, Laufzeiten, Verwendungszwecke |
| Auto-Enrollment | Nein | Ja, per GPO |
| Aufwand | Gering | Hoeher (CA-Infrastruktur betreiben) |
| Einsatz | Oeffentliche Websites | Intranet, VPN, EFS, RDS, WLAN-Auth |
| Eigenschaft | Eigenstaendige CA | Enterprise CA |
|---|---|---|
| AD-Integration | Nein | Ja |
| Zertifikatausgabe | Manuell | Automatisch |
| Vorlagen | Keine | Konfigurierbar |
| Einsatz | Root CA (offline) | Issuing CA (im AD) |
Vorlagen definieren, welche Art von Zertifikat ausgestellt wird: Gueltigkeit, Schluessellaenge, Verwendungszweck, wer es anfordern darf.
| Version | Eingefuehrt mit | Besonderheit |
|---|---|---|
| V1 | Windows 2000 | Nur vordefinierte Vorlagen, nicht aenderbar |
| V2 | Windows Server 2003 | Anpassbare Vorlagen, Auto-Enrollment moeglich |
| V3 | Windows Server 2008 | CNG-Unterstuetzung (Cryptography Next Gen) |
| V4 | Windows Server 2012 | Key Attestation, erneuerungs-basierte Vorlagen |
Wichtige Vorlagen-Einstellungen:
| Berechtigung | Bedeutung |
|---|---|
| Read | Vorlage lesen und sehen |
| Enroll | Zertifikat manuell anfordern |
| Auto-Enroll | Zertifikat automatisch per GPO erhalten |
certlm.msc oder Zertifikat-Snap-In. Zertifikat anfordern, Vorlage waehlen.
https://ca-server/certsrv — per Browser ein Zertifikat anfordern.
Automatische Verteilung per Gruppenrichtlinie. Kein Benutzereingriff.
Pfad: Computerkonfiguration > Richtlinien > Windows-Einstellungen > Sicherheitseinstellungen > Richtlinien fuer oeffentliche Schluessel
Clients muessen wissen wo sie das CA-Zertifikat (AIA) und die Sperrliste (CDP) finden. Diese Pfade werden in jedes ausgestellte Zertifikat eingebettet.
# AIA und CDP eines Zertifikats anzeigen
certutil -URL "C:\cert.cer"
# CRL manuell herunterladen und pruefen
certutil -verify -urlfetch "C:\cert.cer"
# CA-Konfiguration anzeigen
certutil -CAInfoAblauf der Bereitstellung:
# Auf der Root CA: Anforderung einreichen
certreq -submit "C:\SubCA-Request.req"
# Zertifikat ausstellen (Anforderungs-ID beachten)
certutil -resubmit [RequestID]
# Zertifikat abrufen
certreq -retrieve [RequestID] "C:\SubCA-Cert.cer"
# Auf der Subordinate CA: Zertifikat installieren
certutil -installcert "C:\SubCA-Cert.cer"
# Dienst starten
Start-Service certsvc# AD CS Rolle installieren
Install-WindowsFeature AD-Certificate -IncludeManagementTools
# Webregistrierung installieren
Install-WindowsFeature ADCS-Web-Enrollment
# Online Responder (OCSP) installieren
Install-WindowsFeature ADCS-Online-Cert
# Alle lokalen Zertifikate anzeigen
Get-ChildItem Cert:\LocalMachine\My
# Zertifikat exportieren
Export-Certificate -Cert Cert:\LocalMachine\My\[Thumbprint] -FilePath C:\cert.cer
# Zertifikat mit privatem Schluessel exportieren
Export-PfxCertificate -Cert Cert:\LocalMachine\My\[Thumbprint] -FilePath C:\cert.pfx -Password (ConvertTo-SecureString "Pa$$" -AsPlainText -Force)
# Zertifikat sperren
Revoke-Certificate -SerialNumber "1A2B3C4D" -Reason "KeyCompromise"
# Zertifikatvorlagen auflisten
Get-CATemplate | Select-Object Name
# Neue CRL veroeffentlichen
certutil -CRLZiehe die Elemente in die richtige Reihenfolge — von oben (hoechste Vertrauensebene) nach unten.
Was ist die Hauptaufgabe einer Certificate Authority?
VPN, DirectAccess und Netzwerkrichtlinienserver
Zwei Standorte permanent verbunden. Zentrale und Filiale.
Einzelner Client verbindet sich ins Firmennetzwerk. Homeoffice.
Direkte Verbindung zwischen zwei Computern.
Automatisches VPN ohne Benutzerinteraktion. Always-on.
DirectAccess baut automatisch eine verschluesselte Verbindung auf, sobald der Computer mit dem Internet verbunden ist. Der Benutzer muss nichts tun — kein manuelles VPN-Starten.
NAT uebersetzt private IP-Adressen (z.B. 192.168.x.x) in oeffentliche IP-Adressen und zurueck. Der VPN-Server steht oft hinter NAT.
| Protokoll | Port | Sicherheit | Status Server 2025 |
|---|---|---|---|
| PPTP | TCP 1723 | Schwach | DEAKTIVIERT |
| L2TP/IPsec | UDP 500, 1701, 4500 | Gut | DEAKTIVIERT |
| SSTP | TCP 443 | Sehr gut | Aktiv — durch jede Firewall |
| IKEv2 | UDP 500 | Sehr gut | Aktiv — VPN-Reconnect |
| Methode | Sicherheit | Empfehlung |
|---|---|---|
| PAP | Klartext! | NIE verwenden |
| CHAP | Challenge-Response | Veraltet |
| MS-CHAPv2 | Gegenseitige Auth | Legacy-Clients |
| EAP (Zertifikate) | Zertifikatbasiert | Best Practice — nutzt PKI aus Szene 1! |
Voraussetzungen: Zwei Netzwerkschnittstellen (intern + extern), ggf. VLAN-Konfiguration. Die externe Karte bekommt eine eigene IP (z.B. 132.166.0.1/16).
# Remotezugriff installieren
Install-WindowsFeature DirectAccess-VPN -IncludeManagementTools
# NPS installieren
Install-WindowsFeature NPAS -IncludeManagementTools
# Status pruefen
Get-RemoteAccessManuell am Client:
# VPN-Verbindung hinzufuegen
Add-VpnConnection -Name "Firma-VPN" -ServerAddress "vpn.firma.de" -TunnelType IKEv2 -AuthenticationMethod EAP
# VPN verbinden
rasdial "Firma-VPN"
# VPN-Verbindungen anzeigen
Get-VpnConnectionIn den Eigenschaften jedes AD-Benutzerkontos gibt es drei Modi fuer den Remotezugriff:
| Modus | Bedeutung |
|---|---|
| Zugriff gestatten | Benutzer darf sich immer per VPN verbinden |
| Zugriff verweigern | Benutzer darf sich nie per VPN verbinden |
| Zugriff ueber NPS-Netzwerkrichtlinien steuern | NPS-Richtlinien entscheiden (empfohlen!) |
| Modus | Beschreibung | Einsatz |
|---|---|---|
| RADIUS Server | NPS authentifiziert und autorisiert direkt | Einzelne Standorte, kleine Umgebungen |
| RADIUS Proxy | NPS leitet Anfragen an anderen RADIUS-Server weiter | Grosse Umgebungen, mehrere Domaenen, Foederationen |
Zugriffsentscheidung — Reihenfolge:
Zwei Richtlinientypen:
# NPS-Konfiguration exportieren (Backup!)
netsh nps export filename="C:\nps-backup.xml" exportPSK=YES
# NPS-Konfiguration importieren
netsh nps import filename="C:\nps-backup.xml"
# RADIUS-Client hinzufuegen (z.B. VPN-Server)
netsh nps add client name="VPN-Server" address="10.0.0.1" sharedsecret="GeheimesPasswort"Welches VPN-Protokoll ist in Server 2025 die modernste Option?
EFS und BitLocker Verschluesselung
EFS (Encrypting File System) verschluesselt einzelne Dateien und Ordner. Nur der berechtigte Benutzer kann sie oeffnen — selbst wenn ein Admin Zugriff auf den Server hat.
So funktioniert EFS:
Man kann andere Benutzer zu einer EFS-verschluesselten Datei hinzufuegen:
# Ordner verschluesseln
cipher /e /s:C:\Vertraulich
# Status pruefen
cipher /c C:\Vertraulich
# Wiederherstellungsagent-Zertifikat erstellen
cipher /r:"DRA-Admin"
# Erzeugt: DRA-Admin.cer (oeffentlich) + DRA-Admin.pfx (privat)
# Alle verschluesselten Dateien im Verzeichnisbaum anzeigen
cipher /u /nDRA per GPO verteilen: Computerkonfiguration → Sicherheitseinstellungen → Richtlinien fuer oeffentliche Schluessel → Verschluesselndes Dateisystem → DRA hinzufuegen (.cer importieren).
BitLocker verschluesselt ganze Volumes — das Betriebssystemlaufwerk und/oder Datenlaufwerke. Schuetzt bei physischem Diebstahl des Datentraegers.
Moeglich ueber Gruppenrichtlinie:
Pfad: Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → Windows-Komponenten → BitLocker-Laufwerkverschluesselung → Betriebssystemlaufwerke → "Zusaetzliche Authentifizierung beim Start anfordern" → "BitLocker ohne kompatibles TPM zulassen"
VMK wird dann auf einem USB-Stick gespeichert. Der USB-Stick muss bei jedem Start eingesteckt sein.
| Tool | Beschreibung |
|---|---|
| Systemsteuerung | Grafische Verwaltung: Aktivieren, PIN aendern, Schluessel sichern |
| manage-bde | Kommandozeile: Volle Kontrolle ueber BitLocker |
| PowerShell | Enable-BitLocker, Get-BitLockerVolume, Backup-BitLockerKeyProtector |
| GPO | Zentrale Konfiguration: TPM-Anforderungen, Wiederherstellungsoptionen, Verschluesselungsmethode |
# BitLocker aktivieren (mit TPM)
manage-bde -on C: -RecoveryPassword
# BitLocker aktivieren (ohne TPM, mit Passwort)
manage-bde -on C: -Password
# Status pruefen
manage-bde -status C:
# Wiederherstellungsschluessel im AD sichern
Backup-BitLockerKeyProtector -MountPoint "C:" -KeyProtectorId $id
# BitLocker per PowerShell aktivieren
Enable-BitLocker -MountPoint "C:" -RecoveryPasswordProtector -EncryptionMethod XtsAes256
# Alle Protektoren anzeigen
Get-BitLockerVolume -MountPoint "C:" | Select-Object -ExpandProperty KeyProtector
# BitLocker To Go (USB-Stick)
manage-bde -on E: -PasswordPfad: Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → Windows-Komponenten → BitLocker-Laufwerkverschluesselung
Wenn der TPM-Chip eine Aenderung erkennt (z.B. BIOS-Update, Festplatte in anderem PC):
BitLocker To Go verschluesselt USB-Sticks und externe Festplatten.
| EFS | BitLocker | |
|---|---|---|
| Verschluesselt | Einzelne Dateien/Ordner | Ganze Volumes |
| Schutzebene | Benutzer | Computer |
| Benoetigt Zertifikate | Ja (PKI!) | Nein |
| Schuetzt Boot | Nein | Ja (TPM) |
| Systemdateien | Nein | Ja |
| Dateisystem | Nur NTFS | NTFS, FAT32, exFAT |
| Netzwerk-Schutz | Nein (Klartext!) | Nein (nur Datentraeger) |
| Kombinierbar | Ja — zusammen fuer maximalen Schutz | |
Was schuetzt EFS NICHT?
Internet Information Services (IIS)
IIS ist keine einzelne Komponente, sondern ein modulares System. Man installiert nur die Module die man braucht.
| Hauptrolle | Untermodule |
|---|---|
| Web Server | Common HTTP, Health & Diagnostics, Performance, Security, Application Development |
| FTP Server | FTP-Dienst, FTP-Erweiterbarkeit |
| Management Tools | IIS-Verwaltungskonsole, Verwaltungsskripts, Verwaltungsdienst |
# Standardinstallation
Install-WindowsFeature Web-Server -IncludeManagementTools
# Windows-Authentifizierung nachruesten
Install-WindowsFeature Web-Windows-Auth
# Digest-Authentifizierung
Install-WindowsFeature Web-Digest-Auth
# Client-Zertifikat-Authentifizierung
Install-WindowsFeature Web-Client-Auth
# Feature entfernen (z.B. Verzeichnissuche)
Remove-WindowsFeature Web-Dir-Browsing
# Alle installierten IIS-Features anzeigen
Get-WindowsFeature Web-* | Where-Object InstalledIIS-Manager Bereiche:
Wenn kein Dateiname in der URL: IIS sucht nach Default.htm → Default.asp → index.htm → index.html → default.aspx. Kein Treffer → Fehler 403 (oder Verzeichnisliste wenn aktiviert).
Jede Website braucht eine eindeutige Bindung: Protokoll + IP + Port + Hostname muessen pro Website einzigartig sein.
Jeder Pool = eigener Prozess (w3wp.exe). App stuerzt ab → andere laufen weiter. Best Practice: Jede Website in eigenem Pool.
IIS verwendet spezielle Konten fuer den Zugriff auf Website-Dateien:
| Konto | Verwendung |
|---|---|
| IUSR | Integriertes Konto fuer anonyme Zugriffe. Ersetzt das alte IUSR_COMPUTERNAME. |
| IIS_IUSRS | Gruppe fuer alle IIS-Arbeitsprozesse. Anwendungspools sind automatisch Mitglied. |
| Methode | Funktionsweise | Einsatz | Sicherheit |
|---|---|---|---|
| Anonym | Zugriff als IUSR-Konto, keine Anmeldung | Oeffentliche Websites | Keine Auth |
| Standard (Basic) | Benutzername + Passwort als Base64 (Klartext!) | NUR mit HTTPS! | Schwach ohne SSL |
| Digest | Passwort als MD5-Hash | Wenn Windows-Auth nicht geht | Besser als Basic |
| Windows (Kerberos/NTLM) | AD-Credentials automatisch (SSO) | Intranet | Sehr gut |
| Client-Zertifikat | Client-Zertifikat (PKI!) wird geprueft | Hochsicherheit | Sehr gut |
| Quelle | Vertrauen | Einsatz |
|---|---|---|
| Selbstsigniert | Nur lokal, Browserwarnungen | Tests, Entwicklung |
| Domaenen-CA (Enterprise CA) | Alle Domaenenmitglieder | Intranet (Szene 1!) |
| Externe CA (DigiCert etc.) | Alle Browser weltweit | Oeffentliche Websites |
HTTPS einrichten — Ablauf:
HTTP-Umleitung leitet Anfragen automatisch an eine andere URL weiter.
| Code | Typ | Bedeutung |
|---|---|---|
| 301 | Permanent Redirect | Ressource wurde dauerhaft verschoben. Suchmaschinen aktualisieren ihren Index. |
| 302 | Temporary Redirect | Ressource ist temporaer woanders. Suchmaschinen behalten die alte URL. |
Typischer Einsatz: HTTP (Port 80) → HTTPS (Port 443) per 301 Redirect. Alle unverschluesselten Anfragen werden automatisch auf die sichere Version umgeleitet.
# Neue Website erstellen
New-IISSite -Name "Intranet" -PhysicalPath "C:\inetpub\intranet" -BindingInformation "*:80:intranet.firma.de"
# HTTPS-Bindung hinzufuegen
New-IISSiteBinding -Name "Intranet" -BindingInformation "*:443:intranet.firma.de" -Protocol https -CertificateThumbPrint $thumbprint -CertStoreLocation "Cert:\LocalMachine\My"
# Website starten/stoppen
Start-IISSite -Name "Intranet"
Stop-IISSite -Name "Intranet"
# Alle Websites auflisten
Get-IISSiteWie betreibt man am besten mehrere Websites auf einem IIS?
Windows Server Update Services
Statt dass 200 PCs Updates einzeln von Microsoft laden, macht das EIN Server zentral: herunterladen, genehmigen, gestaffelt verteilen.
| WID (Windows Internal Database) | SQL Server | |
|---|---|---|
| Kosten | Kostenlos (integriert) | SQL-Lizenz erforderlich |
| Verwaltung | Nur lokal (Named Pipes) | Remote-Zugriff moeglich |
| Reporting | Eingeschraenkt | Volle SQL-Reporting-Moeglichkeiten |
| Empfehlung | Kleine Umgebungen (<500 Clients) | Grosse Umgebungen, mehrere WSUS-Server |
Welche Updates gibt es? Sicherheitskritisch? Feature-Update? Treiber?
Welche Systeme brauchen das Update? WSUS zeigt fehlende Updates pro Computer.
Pilotgruppe definieren. Update testen. Rollback-Plan bereit?
Genehmigen: Erst Pilot, dann Abteilungen, dann alle. Termine und Fristen setzen.
# WSUS installieren (mit WID)
Install-WindowsFeature UpdateServices -IncludeManagementTools
# Post-Installation: Inhaltsverzeichnis konfigurieren
& 'C:\Program Files\Update Services\Tools\wsusutil.exe' postinstall CONTENT_DIR=C:\WSUS
# WSUS-Konsole oeffnen
wsus.mscComputergruppen ermoeglichen gestaffelte Update-Verteilung.
Per GPO wird festgelegt, in welche Computergruppe ein Client gehoert:
GPO-Pfad: Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → Windows-Komponenten → Windows Update → "Clientseitige Zielzuordnung aktivieren" → Gruppenname eingeben
Der Genehmigungsworkflow:
WSUS bietet integrierte Berichte:
Wichtige GPO-Einstellungen:
| Einstellung | Pfad / Wert |
|---|---|
| WSUS-Server angeben | "Internen Pfad fuer den Microsoft Updatedienst angeben" → http://wsus-server:8530 |
| Automatische Updates | "Automatische Updates konfigurieren" → 4 (Autom. herunterladen und Installation planen) |
| Client-Side Targeting | "Clientseitige Zielzuordnung aktivieren" → Gruppenname |
| Neustart erzwingen | "Keinen automatischen Neustart erzwingen" → Je nach Policy |
# Sofortige Update-Erkennung auslösen
wuauclt.exe /detectnow
# Windows Update Agent zuruecksetzen
wuauclt.exe /resetauthorization /detectnow
# GPO aktualisieren und dann Updates pruefen
gpupdate /force
wuauclt.exe /detectnow
# WSUS-Bereinigung per PowerShell
Invoke-WsusServerCleanup -CleanupObsoleteUpdates -CleanupUnneededContentFilesWas ist der Vorteil von WID gegenueber SQL Server fuer WSUS?
Storage Spaces und iSCSI
Storage Spaces (seit Windows Server 2012) fassen mehrere physische Datentraeger zu einem logischen Pool zusammen. Daraus erstellt man virtuelle Datentraeger mit verschiedenen Redundanzleveln.
| Zuordnung | Beschreibung |
|---|---|
| Automatisch | Wird automatisch in virtuellen Datentraegern verwendet |
| Hot Spare | Ersatzdatentraeger — springt automatisch ein bei Ausfall |
| Standby | Reserviert, wird erst bei Bedarf aktiviert |
| Typ | Min. Datentraeger | Tolerierte Ausfaelle | Prinzip |
|---|---|---|---|
| Einfach (Simple) | 1 | 0 | Kein Schutz — maximale Kapazitaet |
| Zwei-Wege-Spiegelung (Mirror) | 2 | 1 | Daten werden auf 2 Datentraegern gespiegelt |
| Drei-Wege-Spiegelung | 5 | 2 | Daten auf 3 Datentraegern — hoechste Sicherheit |
| Paritaet (Parity) | 3 | 1 | Wie RAID 5 — Balance zwischen Kapazitaet und Schutz |
Storage Spaces kann SSDs und HDDs im gleichen Pool kombinieren und automatisch optimieren:
# Verfuegbare physische Datentraeger anzeigen
Get-PhysicalDisk -CanPool $true
# Medientyp setzen (wenn "Unbekannt")
Set-PhysicalDisk -UniqueId "..." -MediaType HDD
Set-PhysicalDisk -UniqueId "..." -MediaType SSD
# Speicherpool erstellen
$disks = Get-PhysicalDisk -CanPool $true
New-StoragePool -FriendlyName "Pool01" -StorageSubsystemFriendlyName "Windows*" -PhysicalDisks $disks
# Virtuellen Datentraeger mit Mirror erstellen
New-VirtualDisk -StoragePoolFriendlyName "Pool01" -FriendlyName "vDisk01" -Size 100GB -ResiliencySettingName Mirror
# Volume auf virtuellem Datentraeger erstellen
Get-VirtualDisk -FriendlyName "vDisk01" | Get-Disk | Initialize-Disk -PartitionStyle GPT -PassThru | New-Partition -UseMaximumSize -AssignDriveLetter | Format-Volume -FileSystem NTFS# iSCSI Target Server installieren
Install-WindowsFeature FS-iSCSITarget-Server -IncludeManagementTools
# Neues iSCSI-Target erstellen
New-IscsiServerTarget -TargetName "FileServer-Target" -InitiatorIds "IQN:iqn.1991-05.com.microsoft:fileserver.domain.local"
# Virtuelle iSCSI-Disk erstellen und zuweisen
New-IscsiVirtualDisk -Path "C:\iSCSI\Disk01.vhdx" -Size 200GB
Add-IscsiVirtualDiskTargetMapping -TargetName "FileServer-Target" -Path "C:\iSCSI\Disk01.vhdx"
# Am Initiator: Verbindung herstellen
New-IscsiTargetPortal -TargetPortalAddress "10.0.0.50"
Connect-IscsiTarget -NodeAddress "iqn.1991-05.com.microsoft:target-name" -IsPersistent $trueWie viele Datentraeger braucht man mindestens fuer eine Drei-Wege-Spiegelung?
Remotedesktopdienste, RemoteApp, VDI und Gateway
| Remote Desktop (Standard) | RDS (Remotedesktopdienste) | |
|---|---|---|
| Sitzungen | 1-2 Admin-Sitzungen | Unbegrenzt viele Benutzersitzungen |
| Lizenz | In Windows integriert | Erfordert RDS-CALs |
| Zweck | Verwaltung | Produktives Arbeiten fuer Endbenutzer |
| RemoteApp | Nein | Ja |
| Web Access | Nein | Ja |
mstsc.exe (Microsoft Terminal Services Client) ist der Standard-RDP-Client.
| Parameter | Beschreibung |
|---|---|
/v:server:port | Verbindung zu Server (Standard-Port: 3389) |
/admin | Admin-Sitzung (verbindet zur Konsole) |
/w:1920 /h:1080 | Fenstergroesse in Pixeln |
/multimon | Mehrere Monitore verwenden |
/f | Vollbildmodus |
Mehrere Benutzer teilen einen Server. Guenstig, effizient.
Jeder Benutzer bekommt eigene VM. Isoliert, flexibel, teuer.
Nur einzelne Apps remote — fuehlt sich an wie lokal installiert.
Pfad: Server-Manager → Verwalten → Rollen und Features hinzufuegen → Installationstyp: "Installation von Remotedesktopdiensten"
| Typ | Beschreibung | Verwendung |
|---|---|---|
| Schnellstart | Alle Rollen auf einem Server | Tests, kleine Umgebungen |
| Standard | Rollen auf verschiedene Server verteilt | Produktion |
Eine Sitzungssammlung fasst einen oder mehrere RD Session Hosts zusammen und definiert die Verbindungseigenschaften.
User Profile Disks (UPD) speichern das Benutzerprofil auf einer Netzwerkfreigabe als .vhdx-Datei. Egal auf welchem Session Host sich der Benutzer anmeldet — sein Profil ist immer dabei.
RemoteApp veroeffentlicht einzelne Anwendungen statt des ganzen Desktops. Die App laeuft auf dem Server, erscheint aber auf dem Client als waere sie lokal installiert.
Software auf einem Sitzungshost MUSS im Installationsmodus installiert werden:
# VOR der App-Installation wechseln
change user /install
# Anwendung installieren...
# (z.B. setup.exe ausfuehren)
# Zurueck in den Ausfuehrungsmodus
change user /execute
# Aktuellen Modus pruefen
change user /queryBei VDI bekommt jeder Benutzer eine eigene virtuelle Maschine. Laeuft auf einem Hyper-V Host.
| Sammlungstyp | Beschreibung | Einsatz |
|---|---|---|
| Poolbasiert | VMs werden geteilt. Nach Abmeldung wird die VM zurueckgesetzt. | Standardarbeitsplaetze, Call-Center |
| Persoenlich | Jeder Benutzer hat eine dedizierte VM. Aenderungen bleiben erhalten. | Entwickler, Power-User |
Das RD Gateway tunnelt RDP-Verkehr ueber HTTPS (Port 443). Benutzer koennen sich von ueberall verbinden — durch jede Firewall, ohne VPN.
Internet → DMZ (Gateway-Server mit Port 443) → Internes Netzwerk (Session Hosts)
Das RD Gateway braucht ein SSL-Zertifikat (Szene 1!). Besonderheiten:
RDS erfordert eigene Lizenzen — zusaetzlich zu den normalen Windows Server CALs.
| Pro Benutzer (User CAL) | Pro Geraet (Device CAL) | |
|---|---|---|
| Lizenz gilt fuer | Einen bestimmten Benutzer (egal welches Geraet) | Ein bestimmtes Geraet (egal welcher Benutzer) |
| Ideal fuer | Benutzer mit mehreren Geraeten | Shared Workstations / Kioske |
# RD Session Host Rolle installieren
Install-WindowsFeature RDS-RD-Server -IncludeManagementTools
# RD Licensing Rolle installieren
Install-WindowsFeature RDS-Licensing -IncludeManagementTools
# RD Gateway Rolle installieren
Install-WindowsFeature RDS-Gateway -IncludeManagementTools
# RD Web Access Rolle installieren
Install-WindowsFeature RDS-Web-Access -IncludeManagementTools
# Aktive Sitzungen anzeigen
query session /server:rdsh01
# Benutzer abmelden
logoff [Sitzungs-ID] /server:rdsh01Was ist der Unterschied zwischen Sitzungsbasiert und VDI?
Das Gesamtbild — Dienste, Verbindungen, Defense in Depth
| Schicht | Technologie | Schuetzt vor |
|---|---|---|
| 1. Physisch | BitLocker, TPM | Diebstahl, physischer Zugriff |
| 2. Identitaet | PKI-Zertifikate, NPS, EAP | Identitaetsdiebstahl, unbefugter Zugriff |
| 3. Netzwerk | VPN (IKEv2/SSTP), Firewall, NPS-Richtlinien | Abhoeren, Man-in-the-Middle |
| 4. Transport | SSL/TLS (IIS), RDP-Verschluesselung | Datenabfangen bei Uebertragung |
| 5. Datei | EFS, NTFS-Berechtigungen | Unbefugter Dateizugriff |
| 6. Anwendung | IIS-Authentifizierung, RemoteApp-Berechtigungen | Unbefugte Nutzung von Anwendungen |
| 7. Patch-Management | WSUS | Bekannte Schwachstellen, Exploits |
# AD CS installieren
Install-WindowsFeature AD-Certificate -IncludeManagementTools
Install-WindowsFeature ADCS-Web-Enrollment
# Zertifikate verwalten
Get-ChildItem Cert:\LocalMachine\My
Export-Certificate -Cert Cert:\LocalMachine\My\[Thumbprint] -FilePath C:\cert.cer
Revoke-Certificate -SerialNumber "1A2B3C4D" -Reason "KeyCompromise"
certutil -CRL # Neue CRL veroeffentlichen
certutil -URL "C:\cert.cer" # AIA/CDP pruefen# RAS + NPS installieren
Install-WindowsFeature DirectAccess-VPN -IncludeManagementTools
Install-WindowsFeature NPAS -IncludeManagementTools
# VPN-Client
Add-VpnConnection -Name "Firma-VPN" -ServerAddress "vpn.firma.de" -TunnelType IKEv2
# NPS Backup/Restore
netsh nps export filename="C:\nps-backup.xml" exportPSK=YES
netsh nps import filename="C:\nps-backup.xml"# EFS
cipher /e /s:C:\Vertraulich
cipher /r:"DRA-Admin"
# BitLocker
manage-bde -on C: -RecoveryPassword
manage-bde -status C:
Enable-BitLocker -MountPoint "C:" -RecoveryPasswordProtector
Backup-BitLockerKeyProtector -MountPoint "C:" -KeyProtectorId $id# IIS installieren
Install-WindowsFeature Web-Server -IncludeManagementTools
Install-WindowsFeature Web-Windows-Auth
# Website verwalten
New-IISSite -Name "Intranet" -PhysicalPath "C:\inetpub\intranet" -BindingInformation "*:80:intranet.firma.de"
Get-IISSite# WSUS installieren
Install-WindowsFeature UpdateServices -IncludeManagementTools
wsusutil.exe postinstall CONTENT_DIR=C:\WSUS
# Client-Befehle
wuauclt.exe /detectnow
Invoke-WsusServerCleanup -CleanupObsoleteUpdates# Storage Spaces
Get-PhysicalDisk -CanPool $true
New-StoragePool -FriendlyName "Pool01" -StorageSubsystemFriendlyName "Windows*" -PhysicalDisks $disks
New-VirtualDisk -StoragePoolFriendlyName "Pool01" -FriendlyName "vDisk01" -Size 100GB -ResiliencySettingName Mirror
# iSCSI Target
Install-WindowsFeature FS-iSCSITarget-Server
New-IscsiServerTarget -TargetName "Target01" -InitiatorIds "IQN:iqn..."
New-IscsiVirtualDisk -Path "C:\iSCSI\Disk01.vhdx" -Size 200GB# RDS-Rollen
Install-WindowsFeature RDS-RD-Server -IncludeManagementTools
Install-WindowsFeature RDS-Gateway -IncludeManagementTools
Install-WindowsFeature RDS-Web-Access -IncludeManagementTools
Install-WindowsFeature RDS-Licensing -IncludeManagementTools
# Sitzungsverwaltung
query session /server:rdsh01
change user /install # Vor App-Installation
change user /execute # DanachWelcher Dienst liefert die Grundlage fuer VPN-Auth, HTTPS und RDS-Gateway?
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